Hitzefest: Gasdichte Kompaktsiebmaschine für Heißgut

29.06.2021, Remscheid

Meike Schulz, RHEWUM GmbH

Beim Trennen heißer Schlackenagglomerate aus dem Rauchgas vertraut einer der weltweit führenden Kupferanbieter auf RHEWUM

In der Kupferindustrie geht es heiß her: Die abzusiebende Schlacke die sich im Rauchgas niederschlägt erreicht bis zu 400°C und auch die Temperatur der rauchhaltigen Abluft liegt dauerhaft zwischen 200°C und 250°C. Zu viel für eine herkömmliche Siebmaschine: Übliche Stahlqualitäten verlieren unter diesen extremen Bedingungen an Festigkeit, der Korrosionsschutz verdampft geradezu, das Siebgewebe längt sich. Giftiges Rauchgas tritt aus der Maschine aus. Saubere Trennergebnisse bei gleichzeitigem Gesundheitsschutz sind unter diesen Bedingungen nahezu unmöglich. Nicht für RHEWUM!

Unsere Ingenieure hatten bereits Erfahrung im Sieben von heißem Asphalt – hier haben sich RHEWUM Doppelfrequenz-Siebmaschinen bereits hundertfach bewährt. Für den Einsatz im Kupferwerk musste die Maschine jedoch nicht nur heißes Siebgut verarbeiten, sondern auch gasdicht sein, um ein einwandfreies und sicheres Arbeiten der wichtigen Rauchgasanlage zu ermöglichen. Hier konnten die RHEWUM-Ingenieure auf vorhandenes Wissen aus dem Klassieren von Straßenbelag zurückgreifen. Mit dem kombinierten Fachwissen wurde so eine gasdichte Siebmaschine für den Betrieb bei extremer Hitze konstruiert.

Mit viel kreativer Energie und Können wurde eine RHEWUM DFM für den Einsatz in Bulgarien entworfen. Um den extremen Anforderungen bei der Trennung von heißer Kupferschlackenagglomerate und Staub gerecht zu werden, wurde die Maschine nicht nur durch spezielle Fertigungstechniken gasdicht gemacht, sondern von Grund auf aus hochwarmfesten Stählen, die auch bei extremer Hitze ihre Festigkeit behalten, neu konstruiert.

Jedoch musste nicht nur das Gehäuse der Maschine dieser außergewöhnlichen Belastung standhalten, auch die fest montierten Motoren. Übliche Vibrationsmotoren vertragen Temperaturen oberhalb von 100°C nur äußerst kurzzeitig, daher kam eine herkömmliche Lösung nicht in Frage. Auch dieses Problem haben unsere RHEWUM-Ingenieure gelöst: Bei RHEWUM Doppelfrequenzsiebmaschinen ist es grundsätzlich möglich die Unwuchtmotoren außerhalb des Hitzebereichs, mit maximalem Abstand zum Siebmaschinengehäuse anzuordnen. Zusätzlich wurden Motoren verwendet, die speziell für den Betrieb in warmer Umgebung angepasst wurden: GeniusDrive Unwuchtmotoren des Typs LL (LongLife). Die so kundenspezifisch modifizierte RHEWUM DFM Siebmaschine arbeitet durch diese Maßnahmen präzise und zuverlässig mit einem Durchsatz von 50 t pro Stunde, auch wenn es so richtig heiß wird!

Mit Können, Erfahrung und Kreativität konnte RHEWUM als einziger Anbieter eine Sieblösung für die Kupferindustrie präsentieren, die nicht nur dieser hochspeziellen Siebaufgabe gewachsen, sondern zusätzlich gasdicht und kompakt ist, sowie robust genug für den harten Kupferhüttenbetrieb und vor allem eines: absolut zuverlässig.

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